LE VILLAGE
FEMME COUCHÉELes Acrobates au CirqueLE VILLAGE
Georges Valmier
ANGOULÈME 1885 - 1937 PARIS
LE VILLAGE
1924
GOUACHE AUF PAPIER
RECHTS UNTEN SIGNIERT
24,5 X 18,5 CM
PROVENIENZ

PRIVATSAMMUNG, SCHWEIZ

GUTACHTEN

ZERTIFIKAT VON DENISE BAZETOUX VOM 10. JANUAR 2012

LITERATUR

WIRD IM ERGÄNZUNGSBAND ZUM WERKVERZEICHNIS VON GEORGES VALMIER AUFGENOMMEN, WELCHES ZURZEIT VON DENISE BAZETOUX ERSTELLT WIRD

Georges Valmiers frühe Arbeiten zeigen deutlich den Einfluss von Paul Cézanne, dessen Werke er bereits 1907 in der Cézanne-Retrospektive im ,Salon d‘Automne‘ kennen gelernt hat. Unabhängig von Braque und Picasso setzt sich Valmier bereits seit 1909 mit den kubistischen Prinzipien auseinander und komponiert in kubistischer Ästhetik und prismatischer Zergliederung sein Werk. Die Zäsur des Ersten Weltkrieges lässt Georges Valmier erst 1917 sich wieder der Malerei zuwenden und führt im Jahre 1918 zur Bekanntschaft mit dem Kunsthändler und Sammler Léonce Rosenberg, unter dessen Patronage Valmier ein Leben lang kreativ tätig sein wird. Die totale Abstraktion ist immer wieder das Ziel des Künstlers, ohne jedoch eine allgemeine Harmonie und Balance in seiner Kunst aufgeben zu wollen. Valmiers Werke sind in lebendigen und kraftvollen Farben gehalten, welche im Verlauf seines Schaffens noch durch geschwungene Formen innerhalb der Kompositionen ergänzt werden, und sie so einen fast organischen Charakter erhalten. Anfang der 1930er Jahre wendet sich Valmier wieder verstärkt der Abstraktion zu und tritt der Gruppe ,Abstraction- Création‘ bei, zu dessen Gründungsmitgliedern Auguste Herbin, Georges Vantongerloo, Hans Arp, Albert Gleizes, Jean Hélion und Frantisek Kupka gehören. Zeitgleich entwirft der Künstler zahlreiche Bühnenbilder und Kostüme für diverse Theaterstücke von Paul Claudel, Georges Pillement und Max Jacob und nimmt 1932 an der Ausstellung ,Vingtcinq ans de peinture abstraite‘ der Galérie Braun teil. Die Galérie des Beaux-Arts, Paris zeigt 1935 Valmiers Arbeiten in der großen Ausstellung ,Les créateurs du cubisme‘, zwei Jahre bevor der Künstler seinen letzten großen Auftrag für den Pavillon der französischen Eisenbahngesellschaft auf der Pariser Weltausstellung 1937 fertigstellt.