BLUMEN
BLUMENPOISSON SUR FOND JAUNE
Louis Valtat
DIEPPE 1869 - 1952 PARIS
BLUMEN
1935
ÖL AUF KARTON
STEMPELSIGNATUR UNTEN MITTE: "L.V"
∅ 10,5 CM
PROVENIENZ

WALLY FINDLEY GALLERIES, PALM BEACH


 

GUTACHTEN

DIE AUTHENTIZITÄT IST BESTÄTIGT VON LOUIS ANDRÉ VALTAT

Louis Valtat, der aus einer wohlhabenden Reederfamilie stammt, wurde 1869 in Dieppe geboren und gehörte zu jener Generation Maler, die sich zwischen den Impressionisten und den hartnäckigen Erneuerern nach 1900 bewegten. Für die Kunst berufen studiert er an der Akademie in Paris und dann an der renommierten"Academie Julian", wo er auf Bonnard, Vuillard und Georges d' Espagnat trifft.[1] Von 1889 an stellt Louis Valtat jedes Jahr regelmäßig im Pariser Salon des Indépendants, und im Herbstsalon aus. Von Anfang an wurden die Werke von Valtat für seinen brillanten Einsatz von Farbe und dessen starke Komposition von Formen und Grenzen geschätzt. Während sich in seinen farbintensiven Gemälden unglaubliche Spontaneität und subtilste Komposition vereinigt, deren Ausdruck das Erbe des Impressionismus trägt, zeigt seine Faszination für die Form des Objekts den Einfluss von Vincent van Gogh und Paul Gauguin.


Auch das vorliegende kleinformatige Blumenstillleben zeigt in seinem kraftvollen Pinselstrich, der akzentuierten Farbgebung und rhythmischen Komposition das untrügliche künstlerische Gespür Valtats. In vibrierender Schönheit werden die Blumen in pulsierender Dynamik arrangiert. Rot, Orange und Violett dominiert das Werk. Subtil gesetzte Akzente von leuchtendem Türkis und frischem Gelb geben Valtats differenzierte Erfahrung von Licht und Farbe wieder, welche der Künstler auf seinen zahlreichen Reisen in den Süden verfeinern konnte. In der stark vereinfachten Wiedergabe botanischer Details reduziert Valtat die Blüten zu konturierten organischen Formen, die er rhythmisch staffelt. Den flächenhaften Charakter, weiß der Maler mittels subtiler Farbmodellierung der Binnenflächen zu mildern. Das Blumenbouquet wird so zu einem bestechenden Beispiel für Louis Valtats beispielloses Oeuvre, dessen Ausdrucksstärke den Betrachter ergreift.





[1] Ferrier, Jean-Louis: Fauvismus – Die Wilden in Paris, Editions Pierre Terrail, Paris, 1992, S. 47ff.