LE PONT Á VAISON LA ROMAINE
LE PONT Á VAISON LA ROMAINELE SOLEIL ET LES PLANETES
Auguste Herbin
QUIÉVY 1882 - 1960 PARIS
LE PONT Á VAISON LA ROMAINE
1924
AQUARELL UND TINTE AUF PAPIER
SIGNIERT UNTEN RECHTS: "HERBIN"
25,5 X 35,5 CM
PROVENIENZ

PRIVATSAMMLUNG, SCHWEIZ

LITERATUR

CATALOGUE RAISONNÉ, GENIÈVE CLAISSE, LA BIBLIOTHÈQUE DES ARTS, PARIS, 1944, S. 372, NR. 528.

Der Schaffensprozess des 1882 in Nordfrankreich geborenen Malers Auguste Herbin, entwickelt sich phasenweise von zunächst durch die Impressionisten inspirierten Arbeiten hin zum Kubismus über die figurative Malerei bis zur Abstraktion. Herbin studiert zunächst von 1898-1901 an der Ècole des Beaux Arts in Lille. Nach seinem Abschluss zieht er nach Paris, wo er acht Jahre später im Pariser Bateau-Lavoir, einem Künstlerhaus am Montmartre, u.a. die Bekanntschaft mit Pablo Picasso, George Braque sowie Juan Gris macht und sich dem Kubismus zuwendet. 1922-1925 widmete sich Herbin intensiv der figurativen Malerei, der auch die vorliegende Arbeit entstammt. Sie zeigt eine Brücke aus dem ersten Jahrtausend nach Christi in Vaison la Romaine einem Dorf im Süden Frankreichs. Der auf der rechten Seite platzierte Brückenaufgang, die Brücke selbst als auch das an den Aufgang angrenzende Haus erstrahlen im Sonnenlicht. Die einzigartige Farbgebung Herbins, das changierende Blau des Himmels sowie des Flusses Ouvèze, zieht den Betrachter in den sommerlichen Alltag eines Dorfes in der Provence. Die durch die Aquarelltechnik gewonnene Atmosphäre des Bildes führt dem Betrachter die vibrierende Hitze förmlich vor Augen. Durch den präzisen Bildaufbau sowie die fast altmeisterlich anmutende, genau Darstellung der vorliegenden Architekturansicht, lässt sich das beeindruckende Werk in den Kontext der Neuen Sachlichkeit einordnen.